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Die Stuff Cloud - Auktionsplattformen der Schweiz

Wer frisch in die Schweiz kommt, wird bemerken, dass Ebay als Auktionsplattform kaum eine Rolle spielt. Die Macht in Händen hält hier Ricardo.ch. Das Angebot und der Markt an Nachfragern sind dort lokal am Breitesten, wenn auch bei weitem nicht die Marktgrösse von Ebay Deutschland erreicht wird. Es empfiehlt sich daher auf Ricardo weniger, mit einem sehr tiefen Mindestgebot zu beginnen, denn es finden sich vielleicht kaum Nachfrager. Auf der anderen Seite muss man günstige Angebote von nachgefragten Gütern lange suchen, denn auch die Anbieterseite konkurrenziert weniger. Alles in allem ist die Plattform zwar recht brauchbar, aber leider sehr teuer für Verkäufer. Vor allem die Abschlussgebühren von 8% für private Verkäufer schenken ein. Gedeckelt sind sie bei 40 Franken. [Gebühren aktualisiert, siehe unten]

Ich habe z.B. Gutscheine verkauft, die ich 20% günstiger bekommen habe. Also z.B. einen Gutschein für 500 Franken und ich habe 400 Franken bezahlt. Der Gutschein ist gut verwendbar und weithin bekannt. Ich kann ihn für 460 Franken locker verkaufen, zahle dann an Ricardo knapp 37 Franken Abschlussprovision, die Einstellgebühr und dann noch 6.30 Franken für ein Einschreiben beim Versand. Es bleibt nur ein bescheidener Gewinn von ca. 17 Franken.

Einen Gutschein oder gefragte höherwertige Ware verkauft man besser bei tutti.ch als erstmal kostenlose Kleinanzeige. Aber auch dort wird es ggf. nötig sein, die Anzeige gegen Gebühr "sichtbarer" zu machen.

Eine Alternative zu Ricardo als Auktionsplattform ist in der Schweiz nicht sichtbar, Ricardo ist der Platzhirsch. Wenn schon, dann weiche ich auf Ebay Deutschland aus und muss den Auslandsversand in Kauf nehmen oder dazu mal schnell über die Grenze fahren. Erwähnenswert ist einzig die Plattform Gantoo.ch, die mit günstigen Festpreisen wirbt. Ich kenne diese Auktionsplattform bisher kaum und freue mich über Kommentare!

 

[Nachtrag 4.9.2018] - Ricardo meldet heute in einem Newsletter, dass ab Mitte September das Gebührenreglement vereinfacht wird. Es werden keine Einstellgebühren mehr verrechnet, dafür steigt die Erfolgsprovision auf 9 %, aber maximal 190 Franken. Meiner Meinung nach eine happige Gebühr und weiters die Gefahr, dass Ricardo noch mehr durch eingestellten, überteuerten Kram verstopft wird.

 

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