Schweiz verstehen und sparen.

Der Dreigroschenblogger bietet Wissen, Hintergründe und klare Empfehlungen zu Institutionen und Systemen der Schweiz - Banken, Versicherungen, Behörden, Pensionskassen, Handelsplattformen und vieles mehr. Ausserdem gibt er Tipps zur wirtschaftlichen Lebensführung. Zielgruppe sind sparsame Zeitgenossen, egal ob neu in die Schweiz gekommen oder schon immer hier lebend. Mit I+I gekennzeichnete Titel sind spezifisch für Schweizer Anliegen interessant.

 

Sparsamkeit ist eine grosse Einkommensquelle

Marcus Tullius Cicero

 

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Bist Du neu in der Schweiz, gerade zugezogen oder planst Du den Umzug in die Schweiz und hast schon einen gutbezahlten Arbeitsvertrag abgeschlossen? Dann bist Du hier richtig, denn hier werden alle relevanten Informationen zur Ansiedlung in der Schweiz und alles, was Dir in der nächsten Zeit hilft Geld zu sparen, zusammengetragen und in einfacher Form erklärt und kommentiert.

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Die hier beschriebenen Einrichtungen und Systeme der Schweiz sind oft vereinfacht dargestellt, ausgelegt auf eine durchschnittliche Erwerbsbiographie. Für Spezialfälle wie selbständige Unternehmer oder Teilzeitbeschäftigte mit sehr geringen Pensen gelten manchmal spezielle Regeln. Auch Unterschiede in den einzelnen Kantonen bleiben gelegentlich unberücksichtigt.


Mein neuester Blogartikel

I+I Vermögenssteuerinfinitesimalrechnung

Die Schweiz gilt eigentlich als recht steuergünstiges Land. Als Arbeitnehmer merkt man dies erfreulich auf dem Gehaltskonto. Auch die Mehrwertsteuer ist mit rund 8 Prozent auf sehr tiefem Niveau.

 

Wohlhabendere werden aber in der Schweiz mit einer gar nicht so geringen Vermögenssteuer belastet. Die unterscheidet sich natürlich von Kanton zu Kanton und dann ggf. nochmals abhängig von der Höhe des Vermögens. In einem früheren Artikel habe ich dies für den Kanton Aargau beschrieben, eine Übersicht für die ganze Schweiz wäre dagegen kaum machbar.

 

Ganz einfach gesagt gilt folgende Faustregel: die üblichen Verdächtigen - Kanton Zug etc. - halten ihren Steuersatz vergleichsweise tief, die eher wirtschaftsferneren Kantone hoch.

 

Das Vermögenszentrum hat nun eben in einer Publikation (vz news 121/Juni 2020, Seite 10) eine recht interessante Sichtweise zur Vermögenssteuer publiziert:

 

Sie betrachten einen hypothetischen Inhaber eines KMU mit definiertem Einkommen. Auf dessen Vermögen fällt nun Vermögenssteuer an. Dieser Betrag der Vermögenssteuer muss demnach als Zusatzeinkommen zum regulär zu verkonsumierenden Einkommen erwirtschaftet sein. Auf dieses Zusatzeinkommen muss er auch Einkommenssteuer zahlen. Durch das Zusatzeinkommen fällt aber der Steuersatz höher aus, also wird demnach das gesamte Einkommen höher besteuert. Ein Teufelskreis, der eigentlich immer weitergeht.


In ihrer Berechnung kommt das Vermögenszentrum zum Schluss, dass die dadurch tatsächlich anfallende Steuerlast auf das Vermögen wesentlich höher ist als der reine Steuersatz für die Vermögenssteuer vermuten lässt.

 

-->   Die reale Steuer auf das Vermögen kann bis doppelt so hoch sein.

 

Kurioserweise lässt sich diese Rechnung auf die Situation eines "finanziell Freien" eins zu eins übertragen, solange die finanzielle Freiheit durch angespartes und investiertes Vermögen erreicht wurde. Nochmals zum Mitdenken:

 

Mit den Dividenden aus dem Vermögen leiste ich mir ein gutes Leben...  Hurra!

Allerdings muss ich auf mein Vermögen Steuern zahlen. Also brauche ich etwas mehr Einnahmen als nur zum gut leben und damit auch mehr Vermögen...

Hoppla, jetzt habe ich mehr Vermögen und zahle ja noch mehr Vermögenssteuer...

Ich brauche also noch mehr Dividenden als Einnahmen... Aber das geht ja nur mit mehr Vermö....

Ein Teufelskreis.

 

Natürlich endet diese Berechnung irgendwann im beliebig Kleinen, aber man sollte sie bedenken, wenn man noch lange von seinem Vermögen leben will. Und Vermögenssteuern lassen sich schnell mal auch erhöhen, wenn der politisch massgebliche Wind aus der betreffenden Ecke weht. 

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