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I+I Steuern sparen mit der Säule 3a und auch noch Gebühren vermeiden

Mit der steuerbegünstigten Altersvorsorge des Typs Säule 3a bin ich ja bekanntlich nicht so ganz zufrieden. Die Säule 3a sperrt einen in ein ganz enges Korsett, die Anlage der Gelder ist nur schwer beeinflussbar, da hoch reguliert und kaum überschaubar sind auch die zahlreichen (oft versteckten) "Gebühren" der anbietenden Banken.

 

Meines Erachtens ist die Säule 3a vor allem den heute schon mittelalten Leuten angepasst und müsste eigentlich für die Jugend reformiert werden. Leider tut sich da nur wenig. 

 

Als einzig positiver Punkt bleibt da nur die Steuerersparnis, relativiert dadurch, dass man ja bei der Auszahlung doch wieder eine pauschale Steuer zahlen muss. Jungen Leuten mit noch geringem Einkommen und niedriger Steuerlast muss man daher raten, sich ausreichend mit dieser Sparform auseinanderzusetzen und eventuell auch andere Anlageformen (ohne Steuerersparnis, aber mit langfristig geringeren Kosten) in Betracht zu ziehen.

 

Ich habe mich heute mal mit zwei 3a-Anlagemöglichkeiten auseinandergesetzt. Dies soll aber kein Test sein, sondern soll nur ein paar Überlegungen von mir darstellen und zur eigenen Recherche animieren.

 

Ich suche beispielhaft nach einer Anlagemöglichkeit mit hohem Aktienanteil, also hohem Risiko, da ich bereits genügend Anlagen mit niedrigerem Aktienanteil besitze. Im Säule 3a-Bereich wurden früher Anlagen mit höherem Risiko kaum angeboten und ebenso selten nachgefragt. Erst in letzter Zeit im Zuge der vielgescholtenen Negativzinspolitik der SNB und wohl auch regulatorischen Anpassungen hat sich dies geändert.

 

Zwei Anbieter wähle ich aus:

  1. Die Grossbank Credit Suisse mit dem Produkt CSA Mixta-BVG Index 75, ein indexierter Fond, der mit tieferen Gebühren beworben wird als ein aktiv gemanagter Fond. Die Aktienquote hat mit ca. 75% einen bei der CS maximalen Wert.
  2. Die App-Lösung VIAC der kleinen Basler WIR-Bank mit dem Produkt VIAC Global 100. Ein Fond mit nahezu 100% Aktienanteil. VIAC bewirbt sich als Preisbrecher, als "konkurrenzlos günstige Säule 3a".

Um in den Genuss dieses hohen Aktienanteils zu kommen, sollte man den Anbietern eine hohe Risikotoleranz, einen langen Anlagehorizont oder profundes Finanzwissen bieten können - am Besten gleich alles zusammen!

 

Die Gebühren werden in den verlinkten Factsheets wie folgt angegeben:

 

CSA Mixta-BVG Index 75:   Gesamtkosten 0.99%

VIAC Global 100:                Gesamtkosten 0.53%

 

Die CS-Anlage hat noch allerlei weitere Kosten wie Ausgabeaufschlag, Rücknahmeaufschlag, von denen ich nicht sicher sagen kann, ob sie in den Gesamtkosten eingerechnet sind. Sollten sie aber!

 

DIe VIAC weist zu recht in Ihrer App darauf hin, dass auch die ETFs, die zur Anlage verwendet werden, zusätzliche interne Produktkosten aufweisen. Die CS wird dies kaum anders handhaben können.

 

Während die kleinere VIAC-Lösung nur einmal monatlich gehandelt wird (Rebalancing), kann man die Mixta-Anlage täglich handeln und so den Einstiegszeitpunkt besser optimieren.

 

Was ist günstiger?

VIAC gibt in Ihrer App durchschnittliche Vergleichskosten von 1.24% bei der Konkurrenz an und liegt mit ihren eigenen 0.53% sehr komfortabel darunter. Die Richtung stimmt auf alle Fälle. Soweit so gut, aber warum müssen sie dann 300 Franken für einen vorzeitigen Bezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung verlangen? Es gibt keine Begründung für diese Gebühr und schon gar nicht in dieser absurden Höhe. Laut Auskunft der VIAC kann man sich diese Kosten aber sparen, wenn man die Säule 3a vorher kostenlos zur Wohneigentum finanzierenden Bank transferiert und dann erst saldiert. Dazu unten noch ein Kommentar* am Rande.

 

Fazit

Vor allem jüngere Leute aus städtischem Umfeld nutzen derzeit die VIAC-Angebot. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass gerade diese Gruppe sich die Anlage (die Fesselung?) in der dritten Säule gut überlegen sollte und Alternativen wie die wirklich günstige Anlage in ETFs prüfen sollte. Steuerersparnis hin oder her.

 

Teil-Gebührenbefreiung

Wer sich von meinen Worten nicht abschrecken lässt und dennoch Interesse an der VIAC-Lösung aufbringt, kann nach Einrichtung der VIAC-App (auf Google Play und Apple App Store) und erfolgter Anmeldung dann mit einem der folgenden Codes auf einmalig 500 (maximal 1500 Franken) die Gebühren lebenslang sparen. Die Codes gelten nur einmal. Wer will, kann weitere eigene Codes generieren und in den Kommentaren unten für Andere eingeben und profitiert ebenfalls, wenn diese verwendet werden.

 

i036ei    uxvFzb    gHQijA    wSKQvo    m56UEY    9UAHqj

 

Kompliziert? Also nochmal:

Ein einmalig verwendbarer Code bringt für Codegeber und Codeverwender Gebührenfreiheit für 500 Franken Anlagesumme. Nach drei Codes ist aber Schluss. Maximal also Gebührenfreiheit für 1500 Franken Anlagesumme. Das aber lebenslang! Codeverwender können frische Codes generieren und ihre frischen Codes im Kommentarfeld eingeben für weitere Interessenten. Sie und ihr Verwender bekommen dann wieder für je 500 Franken Gebührenfreiheit. Bitte beachten: Die frischen Codes kann man erst erstellen, wenn man eine erste Summe einbezahlt hat.

Alles klar? Aber bitte vorher gut überlegen ob es der richtige Weg ist!

 

 

*Kommentar am Rande

Noch eine Anmerkung zur Saldierungsgebühr bei Wohneigentumsförderung: Man muss sich bewusst sein, dass der Fall eventuell erst nach Jahrzehnten eintritt. Ob der Workaround dann noch funktioniert ist nicht vorherzusehen und niemand kann dies versprechen. Aber die Gebühr steht immer noch in den Vertragsunterlagen. Das ist oft auch ein Vorgehen bei Versicherungsvertretern, wenn man zur Unterzeichnung eines Vertrages gedrängt wird und man im Kleingedruckten noch etwas Eigenartiges auffindet, der Vertreter aber versichert "Das betrifft Sie sowieso nicht". 15 Jahre später betrifft es einen dann doch...

Daher sind solche Gebühren sehr, sehr ärgerlich.

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